Ratgeber · Edelmetalle
585, 750 & 333 Gold: Was die Zahlen bedeuten
585, 750 oder 333 – die Zahl auf Ihrem Goldschmuck ist kein Code, sondern der Feingehalt: wie viel reines Gold tatsächlich enthalten ist. Hier erklären wir, was die Stempel bedeuten, wie Karat und Promille zusammenhängen und welches Gold für welchen Zweck das richtige ist.
Was bedeutet der Feingehalt?
Reines Gold (Feingold) ist zu weich für Schmuck, der täglich getragen wird – es würde sich verbiegen und verkratzen. Deshalb wird Gold mit anderen Metallen wie Silber, Kupfer oder Palladium zu einer Legierung gemischt. Der Feingehalt gibt an, wie viel reines Gold darin steckt, gemessen in Tausendstel (Promille).
585 Gold enthält also 585 von 1000 Teilen Gold – das sind 58,5 %. Die restlichen 41,5 % sind andere Metalle, die Farbe, Härte und Preis bestimmen.
Karat und Promille: die Umrechnungstabelle
Im Alltag werden zwei Angaben verwendet: Karat (engl. karat, Kürzel K oder kt) und der Feingehalt in Promille. 24 Karat entsprechen reinem Gold. So hängen sie zusammen:
| Stempel | Karat | Goldanteil | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 K | 33,3 % | Günstiger Modeschmuck, Einsteigerschmuck |
| 375 | 9 K | 37,5 % | Verbreitet in UK, selten in Österreich |
| 585 | 14 K | 58,5 % | Der Standard für Trau- & Verlobungsringe, Alltagsschmuck |
| 750 | 18 K | 75,0 % | Hochwertiger Schmuck, intensive Goldfarbe |
| 916 | 22 K | 91,6 % | Anlagemünzen, traditioneller Schmuck |
| 999 | 24 K | 99,9 % | Feingold, Barren & Münzen – zu weich für Schmuck |
Faustregel: Promille = Karat ÷ 24 × 1000. 18 Karat sind also 18 ÷ 24 = 0,75 → 750.
Unterschied 585 und 750 Gold
Das ist die häufigste Frage bei uns im Geschäft – und es gibt keine pauschal richtige Antwort. Beides ist echtes Gold, der Unterschied liegt im Goldanteil:
- 750 (18 Karat) hat mehr Gold, dadurch eine wärmere, intensivere Goldfarbe und einen höheren Materialwert. Es ist aber etwas weicher und empfindlicher gegen Kratzer.
- 585 (14 Karat) ist härter und widerstandsfähiger, läuft nicht an und kostet weniger. Für Ringe, die jeden Tag getragen werden – Trauringe, Verlobungsringe – ist es deshalb die beliebteste Wahl.
Unser ehrlicher Rat: Wer einen kräftigen Goldton möchte und das Budget hat, greift zu 750. Wer einen robusten Alltagsring will, ist mit 585 bestens bedient. „Besser“ ist hier eine Frage des Zwecks, nicht der Qualität.
Ist 333 Gold echtes Gold?
Ja. 333 Gold ist mit 33,3 % die niedrigste in Österreich und Deutschland zugelassene Goldlegierung und damit echtes – wenn auch goldarmes – Gold. Es ist günstig, kann aber wegen des hohen Anteils an Fremdmetallen mit der Zeit eher anlaufen oder die Farbe verändern. Für Schmuck mit emotionalem Wert empfehlen wir mindestens 585.
Weißgold, Gelbgold, Roségold – alle gleich rein?
Ja: Die Farbe sagt nichts über den Feingehalt aus. Sowohl Weißgold als auch Gelb- und Roségold gibt es in 585 oder 750. Die Farbe entsteht durch die Beimischung: Kupfer macht Gold rötlich (Roségold), Silber und Palladium machen es heller (Weißgold). Weißgold wird zusätzlich meist rhodiniert, um den hellen Glanz zu verstärken.
Wo finde ich den Stempel an meinem Schmuck?
Der Feingehalt ist als winzige Punze eingeschlagen – bei Ringen innen an der Schiene, bei Ketten und Armbändern meist an der Öse beim Verschluss. Neben der Feingehaltszahl findet sich oft eine zweite Punze, die den Hersteller oder Verantwortlichen kennzeichnet. Ist nichts gestempelt, heißt das nicht automatisch, dass es kein Gold ist – aber es lohnt sich, den Feingehalt prüfen zu lassen.
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